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Chronik des FSV Ziegelerden

Als am Ende der zwanziger Jahre, 1927 - 1928, in den Gemeinden des Landkreises  Kronach der Fußballsport sich schon als Volkssport entwickelte, hat sich auch der im Juni 1913 gegründete  Arbeiter-Turnverein Ziegelerden bemüht, die Jugend für den Fußballsport zu begeistern.
Das Bestreben einen Sportplatz zumindest ein Gelände zu bekommen, um dann selbst Hand anzulegen war das Gebot der Stunde.
Im Frühjahr 1928 gelang es unter Ausnutzung aller vorhandenen Möglichkeiten vom Landwirt Georg Kestel, im benachbarten Kestel, ein brachliegendes Acker- und Waldgelände, an der Verbindungsstraße Ziegelerden-Gehülz, zum Bau eines Sportlatzes zu pachten.


Damit war ein großes Ziel des Arbeiter- Turnvereins mit den Vorsitzenden Wilhelm Zeis und Hans Schramm, mit brechtigtem Stolz für unsere Jugend erreicht. Noch im Jahre 1928 konnte der neue Sportplatz durch Eigenleistung und viel Idealismus der Mitglieder, im bespielbaren Zustand der nun begeisterten Fußballjugend übergeben werden. Mit Einverständnis des Arbeiter- Turnverein wurde eine neue Namensgebung in Arbeiter Turn- und Fußballverein Ziegelerden festlich vollzogen. Die weitere Entwicklung und das Fortbestehen dieses Fußballvereins ruhte auf zwei Säulen: Erstens auf die Lebendigkeit in der Erreichung seiner Ziele, zweitens auf die Treue seiner Mitglieder. Diese Voraussetzungen haben  unsere früheren aktiven Fußballer erfüllt, waren sie doch eine Mannschaft in der Verbandsgruppe Obermain.
Durch die Machtübernahme der Nazis im Jahre 1933 wurden die Arbeiter Fußballvereine wegen politischer Unzuverlässigkeit verboten, so auch in Ziegelerden. Das gesamte Vereinseigentum wurde im Vereinslokal Hanna  beschlagnahmt und der Verein wurde aufgelöst.Die Fußballer wechselten 1934 zum N.S.-Sport über. Der Verein erhielt mit FC Ziegelerden einen neuen Namen. Im Jahre 1938 beendete man die sportliche Tätigkeit. Es folgte der Krieg, der totale Zusammenbruch. Leider kehrten viele Mitglieder und Sportler nicht in die Heimat zurück.
Doch auch dieser unselige Krieg, der viel Leid nach Ziegelerden brachte, konnte den Lebenswillen des Fußballvereins nicht brechen. Schon 1945 wurde bei der damaligen Militärregierung über das Landratsamt die Genehmigung für die Wiederaufnahme des Sportbetriebes eingeholt. Hier hat sich der Einsatz der Sportkollegen Georg Zeis und Hermann Kräußling für den Verein gelohnt.

Der alte Sportplatz erfüllte leider nicht mehr die Voraussetzungen für den weiteren Sportbetrieb. Die Vorstandschaft bemühte sich um die Beschaffung eines neuen Geländes.
Es gab viele Verhandlungen mit verschiedenen Eigentümern. Mit der Landwirtin und Rentnerin Antonie Fischer konnte 1947 ein Pachtvertrag abgeschlossen werden.
Die Mitglieder wurden wieder zu freiwilliger Arbeitsleistung aufgerufen. Durch mühevolle Handarbeit wurde so ein neuer Sportplatz angelegt. Essen und Getränke wurden von den Helfern selbst mitgebracht. Ein Glück, dass es in der Gemeinde schon einen Holzvergaser- LKW gab. Von den Egloffsteinischen Sandgruben wurde Sand geholt, der in der Südostseite des Platzes eingebettet wurde.
Bei den Bauarbeiten sind die Mitglieder Peter Barnickel und Heinrich Zapf besonders zu erwähnen.

Als der Fußballverein in finanzielle Schwierigkeiten geriet, bot der Gesangverein Unterstützung an. So entstand 1947 der Zusammenschluss in Sport -und Gesangverein. Die bestehende Theatergruppe des Gesangvereins war die tragende Einnahmequelle dieser neuen Gemeinschaft.
Nach 10 Jahren der Zusammenarbeit trennte man sich im Jahre 1957 wieder im guten Einvernehmen.
Seit dieser Zeit besteht der heutige Vereinsname Fußball-Sport-Verein.
Nach  langen Jahren in der B-Klasse gelang 1958
der Aufstieg in die A- Klasse. Zwei Spielzeiten später stieg man wieder in die B-Klasse ab und von dort in die C-Klasse. Von 1959 bis 1970 wechselten jährlich die Vorsitzenden und die Vorstandschaften.
Eine schriftliche Eingabe des örtlichen TV 1911 wird befürwortet. Ab 1962 kann der TV für seine Veranstaltungen den Sportplatz in Abstimmung mit nutzen.
In der Hauptversammlung am 06.01.1971 wird beschlossen, den Vorstand auf  3 Jahre zu wählen. Diese Neuerung hat sich zukunftweisend gelohnt. Sportlich ging es wieder bergauf. Es gelang einige Spieler aus höheren Klassen in den Heimatverein zurückzuholen. Der Aufstieg in die B- Klasse wurde 1973 geschafft. Auch sonst wurde viel getan. Eine Trainingsbeleuchtung wurde angebracht. Neue Sitzgelegenheiten wurden geschaffen. Das Behelfssportheim wurde gebaut. Die Umzäunung wurde instandgesetzt. Ein Trainingsplatz wurde angelegt.
Der FSV erarbeitete sich eine neue Vereinssatzung und wurde 1973 beim  Amtsgericht Kronach als eingetragener Verein beurkundet.
Der Pachtvertrag für das Sportgelände wurde auf weitere 25 Jahre mit der Erbgemeinschaft Fischer verlängert.

Fünf Jahre wurde in der B-Klasse an der Spitze gespielt. Immer fehlte nur ein Tabellenplatz zum Aufstieg. Der Bergpokal der Sparkasse wurde nach dreimaligem Gewinn in Folge nach Ziegelerden geholt. 1978 gelang der Aufstieg in die A-Klasse, rechtzeitig zum 50jährigen Jubiläum.
Das 50jährige Jubiläum wurde von der ganzen Gemeinde vom 30. Juni bis 03. Juli 1978 im großen Rahmen gefeiert.
Die A-Klasse konnte leider nur ein Jahr gehalten werden. Unglücklich stieg man wieder in die B-Klasse ab. Einige Aktive hängten nun die Fußballstiefel an den Nagel, so dass der Abstieg in die C-Klasse auch nicht zu vermeiden war.
Die Jugendarbeit wurde nun forciert. Der relativ kleine Verein hatte ab 1980 zwei Schülermannschaften im Spielbetrieb.

Der Gedanke ein neues Sportheim zu bauen war der Anlass im Jahre 1981 ein Grundstück von 4000 qm zu kaufen. Unter dem damaligen Vorsitzenden Dietmar Diller wurde das Projekt in Angriff genommen. Von 1983 bis 1985 gelang es dann, mit Vorsitzendem Gustav Kapfhammer, das Vorhaben durchzuführen. Dies war nur zu schaffen, weil sich viele Mitglieder mit ganzer Kraft in 10000 freiwilligen Arbeitsstunden zur Verfügung stellten. Durch diese Leistungen, Zuschüsse, Darlehen, Geld- und Materialspenden und Eigenmittel konnte ein stolzes Bauwerk im Wert von 400.000,- DM seiner Bestimmung übergeben werden.
Der Dank gilt allen, die dazu beigetragen haben. Die Einweihung wurde mit einem großen Fest gefeiert.
Erfolgreich verliefen die Jahre 1984 bis 1986 für die C- Junioren. Nach dem Aufstieg in die Kreisklasse wurden die Ausscheidungsspiele um die Kreismeisterschaft und im A- Pokal der Einzug ins Finale geschafft
Im Jahre 1985 wurde eine Altligamannschaft gegründet.
Die Reservemannschaft konnte im Spieljahr 1986/87 die Meisterschaft erringen.
Der Pachtvertrag für das Sportgelände wurde im November 1987 bis Ende 2013 verlängert.
Dies war Bedingung für die Anschaffung und Bezuschussung  einer zeitgemäßen Flutlichtanlage im Jahre 1988. Mit viel Eigenleistung und durch die EVO, Bayreuth, war die Anlage im Herbst fertig.
Im Juli 1988 wurde das 60-jährige Jubiläum mit einem großen Fest gebührend gefeiert.
1992 gelang nach zwei Entscheidungsspielen wieder der Aufstieg in die B - Klasse. Nach einer Spielzeit stieg  man leider wieder in die C - Klasse ab. Die Jugendarbeit wurde aktiviert. Unter eigener Regie nahmen jahrelang 4 - 5 Mannschaften am Spielbetrieb teil. Die FSV D-Junioren errangen im Spieljahr 1994/95 die Hallenkreismeisterschaft. Seit dieser Zeit bestehen mit dem ATSV Gehülz, später noch mit dem FC Gehülz und dem SV Seelach im Juniorenbereich Spielgemeinschaften.
1999 gelang wieder nach Entscheidungsspielen der Aufstieg in die Kreisklasse.
Im Herbst 2000 musste wegen Spielermangel die Altliga den Spielbetrieb einstellen.

Im gleichen Jahr wurde für einen Sportplatzbau ein Grundstück erworben. Nach Rodung des Waldes und nach Genehmigung des BLSV im Mai 2000 mit dem Bau begonnen . Durch Zuschüsse vom BLSV, der Stadt Kronach, Darlehen, Eigenkapital und viel Eigenleistung konnte das Projekt mit einem Volumen von DM  320.000,-- bis Juni 2002 realisiert werden. Allen die dazu beigetragen haben, sei hiermit gedankt.
Zur Freude aller FSVler schaffte die erste Mannschaft  im Entscheidungsspiel gegen Fischbach die Vizemeisterschaft in der Kreisklasse. Das gewonnene Relegationsspiel gegen Hirschfeld brachte uns nach 23 Jahren wieder in die Kreisliga.

Mit einer Sportwoche vom 03. - 07.07.2002 wurde die Sportplatzeinweihung unter großer Beteiligung der Ziegelerdener Vereine und Einwohner würdig und erfolgreich gefeiert.
Im Juli 2003 wurde das 75-jährige Jubiläum mit einer Sportwoche wieder mit großer Beteiligung der Ziegelerdener Vereine und der Bevölkerung gebührend und erfolgreich gefeiert.
Die SG der A-Junioren wurden 2003 Pokalsieger im Kreis Kronach.
Im Juni 2004 wurde  wieder eine Altligamannschaft aktiviert. Sie wird mit Spielern vom ATSV und vom FC Gehülz verstärkt.
Die SG der C - Junioren wurde im Spieljahr 2005/2006 Meister in der Kreisklasse.
Im gleichen Jahr gewann unsere 2. Mannschaft die Meisterschaft der Kreisliga-Reserverunde.

Nachdem der alte Spindelmäher Probleme machte, wurde 2006 ein moderner Sichelmäher mit Hochentleerung von der Firma Iseki angeschafft. Fast die Hälfte der Kosten wurde durch Spendenaktionen finanziert
Ab der Saison 2006/2007 spielte unsere 2. Mannschaft aufstiegsberechtigt in der A- Klasse.
Um unseren Maschinenpark unterzubringen, wurde an das Kassenhaus eine Garage angebaut .Mit hoher Eigenleistung wurde das Projekt 2007 beendet.
Im Spieljahr 2007/2008 wurde die SG der B - Junioren Meister der Kreisgruppe Ost.
Nur in Eigenleistung wurde 2009 die Sportheimterrasse mit einer Dachverlängerung, einem Geländer und seitlichem Windschutz verschönert.
Durch die Firma SÜC, Coburg, wurde im April 2010 unsere Flutlichtanlage mit vier zusätzlichen Scheinwerfern erweitert.
Nach 8 Jahren in der Kreisliga mussten wir leider, nach einer unglücklichen Saison, im Mai 2010 wieder in die Kreisklasse absteigen. Dadurch spielte unsere 2. Mannschaft auch wieder in der Reserverunde der Kreisklasse. Durch die Firma Tino Messelberger, Ziegelerden, wurde für das  Sportheim im Mai 2010 eine Solaranlage installiert. Diese unterstützt mit zwei 800 l Pufferspeicher die Heizung und Warmwasserbereitung.  Wegen der dafür notwendigen Baumfällung musste auch den Spielplatz neu gestaltet werden. Der alte Holzzaun wurde entfernt und durch eine neue Mauer aus Betonsteinen ersetzt. Diese Projekte wurden auch mit viel Eigenleistung unterstützt.
Im Juniorenbereich wurden 2011 in den Altersklassen E und D wieder Mannschaften gemeldet. Nach zwei Jahren Kreisklasse wurde 2012 die Meisterschaft errungen und die Rückkehr in die Kreisliga geschafft. Seit 39 Jahren wurde die Erste wieder einmal Meister. Alle zwischenzeitlichen Aufstiege wurden über Relegationsspiele erreicht.Die zweite Mannschaft spielte nun durch den Aufstieg wieder in der A-Klasse.
Für das Spieljahr 2012/13 wurden eigene F- und E-Juniorenmannschaften gemeldet. Spielgemeinschaften führten wir bei den D-Junioren mit der SG Gehülz und bei den A-Junioren mit der SG Neuses.
Im September 2012 wurden neue gepolsterte Stühle für die Sportheimgaststätte gekauft. Auch die  Polster der Sitzbänke wurden erneuert und zusätzliche Rückenpolster angebracht. Die alte Küche wurde ausgebaut und durch eine gut erhaltene gestiftete Einrichtung ersetzt. Alle notwendigen Arbeiten erfolgten in Eigenleistung.
Ende Oktober 2012 wurde von E.ON - Bayern eine Photovoltaikanlage gekauft und am Sportheimdach sowie am Garagendach auf den Südostseiten installiert. Die Kosten hierfür lagen bei Euro 30.400,- + Mwst. Die Anlage ist ausgelegt  auf eine Leistung von 19.085 kWh per Jahr. Sie garantiert uns für 20 Jahre eine lohnende Einspeisevergütung und senkt deutlich den Eigenstromverbrauch.
Nach nur einem Jahr in der Kreisliga verlor man das Relegationsspiel in Knellendorf gegen TSV Gestungshausen mit 2:0 und stieg wieder in die Kreisklasse ab. Die zweite Mannschaft musste wegen Spielermangel leider abgemeldet  werden.  
Im März 2014 wurde die Heizungsanlage durch die Firma Messelberger modernisiert. Der alte Holzofen wurde durch einen energiesparenden Biomassekessel ersetzt. Hierfür wurden Euro 7.000,- incl. MwSt. investiert.
Die Kreisklasse konnte leider nicht gehalten werden, weil etliche Spieler den FSV verließen, oder aufhörten. In der Saison 2014/15 ist man  A - Klassist.
Eine zweite Mannschaft wird wieder in Spielgemeinschaft mit dem ATSV Gehülz  in der B-Klasse gemeldet.

Im Mai 2015 wurde die Meisterschaft in der A1 Klasse Kronach errungen und der Aufstieg in die Kreisklasse geschaft. Es wurde bei 30 Spielen 85 Punkte und 139:19 Tore erreicht. Mit nur einer Niederlage und einem Unentschieden wurde der bisherige Vereinsrekord aus der Meisterschaft 1973 eingestellt. Die Spielgemeinschaft in der B-Klasse mit dem ATSV Gehülz wird noch mit dem SV Seelach erweitert.

Die neue Saison 2015/16 in der Kreisklasse 2 KC/LIF begann vielversprechend. Durch viele Langzeitverletzungen und Verhinderungen kam man Mitte der Saison personell in arge Bedrängnis. Dies hatte zur Folge, dass die Spielgemeinschaft in der  B Klasse abgemeldet werden musste


Mitte Januar 2016 wurde eine neue Vereinsführung gewählt. Nach 44 Jahren als Vereinsfunktionär, davon 27 Jahre 1. Vorstand, stellte sich Karlheinz Deuerling nicht mehr zur Wahl. Sein Nachfolger wurde der bisherige 2. Vorstand Andreas Roth. In dieser Wahlversammlung wurde die Führungsmannschaft erweitert und verjüngt.

Die Erste schaffte leider nur den Abstiegsrelegationsplatz und stieg nach langer Relegationsrunde wieder in die A Klasse ab. Mehrere Spieler beendeten ihre Laufbahn oder wechselten zu anderen Vereinen.


 
 
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